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Gartenhaus Standort: Der beste Platz für ein Gartenhaus im Garten

Dunkelgraue Gartenhütte mit ungedämmter Türe Hörmann
Publikované 02.06.2022 11:03

Wenn Sie Ihr Gartenhäuschen planen, stehen für Sie vielleicht zuerst Fragen nach der idealen Größe und dem Aussehen – mit Pultdach oder mit Satteldach? – im Vordergrund. Es lohnt sich allerdings, vor diesen Fragen erst einmal Grundlegendes zu klären wie zum Beispiel: Was ist der beste Platz für ein Gartenhaus?

Rechtliche Rahmenbedingungen – was ist für den Gartenhaus-Standort zu bedenken?

In erster Linie sollten Sie sich damit auseinandersetzen, in welchem Abstand zu Ihren Nachbarn Sie Ihr Gartenhaus errichten dürfen und ob Sie eine Baugenehmigung benötigen, eine Bauanzeige nötig ist, etc. Die genauen Vorgaben dafür sind in Österreich in den Bauordnungen der jeweiligen Bundesländer festgelegt, allerdings kann auch jede Gemeinde noch individuelle Vorgaben machen. Informieren Sie sich daher am besten im Vorhinein beim Bauamt Ihrer Gemeinde. In unserem Artikel zu Baugenehmigungen für Gartenhäuschen setzen wir uns damit auch genauer auseinander. Selbst wenn Sie keine Baugenehmigung benötigen, lohnt es sich auf jeden Fall, sich im Vorhinein mit den Nachbarn abzusprechen, um Streitigkeiten zu vermeiden.

Grundsätzlich gilt: Im eigenen Garten des Privathauses (nicht in der Kleingartensiedlung!) dürfen Sie normalerweise ein überdachtes Gartenhaus mit einer Grundfläche von maximal 10 Quadratmetern und einer Gebäudehöhe von 3 Metern in 3 Metern Abstand zu den Grundstücksgrenzen der Nachbarn errichten.

Und eine weitere rechtliche Rahmenbedingung sollten Sie auch im Kopf behalten: Die Nachtruhe ab 22 Uhr bzw. ein maximal zulässiger Geräuschpegel sollte auch bei der Nutzung des Gartenhäuschens eingehalten werden – als Partyhütte lässt sich ein Gartenhäuschen daher nur eingeschränkt verwenden.

 

Die Gegebenheiten im Garten beachten

Gibt es im Garten schon große Bäume und Sträucher, die erhalten bleiben sollen? Bedenken Sie dabei auch, wie diese in den nächsten Jahren weiterwachsen, um zu vermeiden, größere Äste einkürzen zu müssen. Auch sollten Sie den Abstand zu Bäumen so wählen, dass nicht die Gefahr besteht, dass bei Sturm größere Äste auf das Gartenhaus stürzen. Gerade bei flachen Dächern sollten Sie auch überlegen, das Gartenhäuschen nicht unter Bäumen zu errichten, um zu vermeiden, dass sich das Laub darauf sammelt.

Auch größere und aufwendige Beete, eventuell vorhandene Trockenmauern u.Ä. sollten beachtet werden. Gerade bei Teichen ist die Bodenveränderung zu bedenken, die sich durch Frost im Winter ergeben kann – daher sollte das Gartenhaus in einem Sicherheitsabstand von mehreren Metern zum Teich errichtet werden.

Außerdem muss für ein Gartenhaus ein fester, ebener Grund vorhanden sein. Eine Schräglage muss ausgeglichen werden, bei losem Untergrund muss ein tieferer Aushub für das Fundament vorgenommen werden – beides Faktoren, die die Kosten erhöhen. Was beim Anlegen eines Fundaments noch zu beachten ist, haben wir in einem eigenen Artikel zusammengefasst.

 

Die Auswahl Ihres persönlich bevorzugten Standortes

Wofür soll das Gartenhaus wird es hauptsächlich verwendet werden? Als Rückzugsort? Als Aufbewahrungsort für Geräte? Je nachdem, was die hauptsächliche Nutzung sein wird, wollen Sie es vielleicht von Bäumen und Sträuchern verdeckt wissen oder auf einer offenen Fläche mit Blick über den ganzen Garten errichten lassen. Wird hauptsächlich Werkzeug darin aufbewahrt, bewähren sich kurze Wege zu den Beeten besonders.

Wie viel Sonne soll das Gartenhäuschen abbekommen? Wenn Sie den Platz davor oder eine integrierte Pergola zum Sitzen, Grillen, usw. nutzen wollen, bietet es sich an, das Gartenhäuschen in südwestlicher Ausrichtung anzulegen – dann können Sie die Nachmittags- und Abendsonne genießen.

Schlussendlich hängt der ideale Standort also von den Gegebenheiten vor Ort und Ihren Wünschen ab – genauso wie die Ausgestaltung des Gartenhäuschen selbst. Bei einem maßangefertigten Gartenhaus haben Sie natürlich den größten Gestaltungsspielraum.

 

Fotos GARDEON